Schreib wie der Wind

Wenn meine Fans eines Tages so ein Video zur Fortsetzung von Lutetia drehen, dann weiß ich, dass ich was richtig mache. Bloß nicht schnell genug ;-)

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Lesetipp: Kleine Wunderwerke – Die unsichtbare Macht der Mikroben

Von Zeit zu Zeit tut es mal ganz gut, über den Tellerrand zu schauen und sich mit etwas zu beschäftigen, wofür man sonst so gar keinen Faible hat. Biologie zum Beispiel. Biologie ist so eine schlabbrige Wissenschaft, wo 1 + 1 nicht 2 ergibt, sondern 0, wenn die Umweltbedingungen nicht stimmen, 1, wenn man Pech hat und 300.000.000, wenn die Nahrungsquelle perfekt für das Bakterienwachstum war.

Nein, im Normalfall befasse ich mich lieber mit Mathematik, Physik und Informatik – da weiß man, was man hat :-) Allerdings war es wieder mal an der Zeit, die alten Gedankenwege zu durchbrechen und neue Pfade zu gehen und stieß durch Zufall auf das Buch “Kleine Wunderwerke – Die unsichtbare Macht der Mikroben” von Idan Ben-Barak.

Eins kann ich nach der Lektüre sagen: SO muss Sachliteratur geschrieben sein, wenn man viele Leser erreichen möchte. Dieses Buch ist alles andere als trocken, es ist leicht verständlich und es macht Spaß, sich auf diese Art mit Mikroben zu beschäftigen. Zumindest wesentlich mehr Spaß, als die zwei Gelegenheiten im Jahr, in denen sich unser Körper per Triefnase und Halsschmerzen mit diesen Zeitgenossen beschäftigt.

Für jemanden, der sich mit dem Gedanken trägt ein Sachbuch zu schreiben, dient dieses Buch als Beispiel, wie man es macht. Viel Spaß beim lesen!



List Price: EUR 14,99 EUR
New From: EUR 9,68 In Stock
Used from: EUR 9,99 In Stock

PS: Da ich ab und zu das Bedürfnis verspüre, mich mal neuen Themen zu widmen: kennt ihr Sachbücher, die Spaß machen zu lesen? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren ein paar Tipps hinterlasst.

 

 

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Die Grenze zwischen einem guten Start und Aufschieberei

Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist es möglich, sich auf eine Sache zu gut vorzubereiten – und zwar genau dann, wenn man vor lauter Vorbereitung gar nicht dazu kommt, etwas anzufangen.

So ist es beim Schreiben. Das lernt man nicht aus Schreibratgebern, sondern nur durch schreiben.

Wenn Sie sich sagen Nur noch dieses eine Buch, dann fange ich an… sind Sie schon auf dem falschen Weg. Eine gute Faustregel, die ich gefunden habe lautet: Lies maximal drei Bücher zu einem Thema, dann fang an. Alles, was darüber hinaus geht, ist nur Aufschieberei.

Deshalb sind hier die drei Bücher zum Thema Schreiben, die man gelesen haben sollte (nicht muss!):

1. Sol Stein – Über das Schreiben
Lesen Sie es, dann wissen Sie auch, warum dieser Ratgeber seit Jahrzehnten ein Klassiker ist.


Über das Schreiben (Taschenbuch)

By (author) Sol Stein

List Price: EUR 8,90 EUR

2. Stephen King – Das Leben und das Schreiben
Gerade aus der Schule kennt man noch vieles über Geschichtenaufbau, -struktur, Handlungsablauf etc. Dieses Buch befreit vom theoretischen Ballast. Aber Vorsicht: nicht schulpflichtigen Kindern geben, oder jegliche im Deutschunterricht vorgeschriebene Interpretation von Geschichten ist zum Untergang verurteilt!



Release date February 18, 2011.

3. Elisabeth George – Wort für Wort
Ich wollte erst nicht wahr haben, was gute Recherche und Vorbereitung einem Roman bringen kann. Ich wollte einfach nur drauf los schreiben – und bin prompt in jeder Menge Sackgassen gelandet. Georges akribische Vorbereitung liefert wertvolle Hinweise für die eigene Arbeit, wenn man von Schreibblockaden zukünftig verschont bleiben will.



Release date September 28, 2011.

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Wie sieht Lutetia aus? – Warum sich Protagonisten so schwer beschreiben lassen.

Die Antwort: Ich weiß es nicht.

Ich bin kürzlich in einer Kritik zu Herz aus Stein darauf gestoßen worden, dass man selbst nach dem Ende des Buches keine Ahnung hat, wie Lutetia eigentlich aussieht.

Dafür gibt es zwei Erklärungen.

1. Erklärung – die gut klingt und für einen hohen künstlerischen Ansprucht steht, aber nicht der Wahrheit entspricht

Ich könnte sagen – und wenn irgendein Literaturmagazin mit hohem Anspruch kommt und mir diese Frage stellt, dann werde ich das auch tun – dass ich der Phantasie des Lesers so viel wie möglich Freiraum lassen will. Für jeden soll Lutetia so sein, wie er sie sich vorstellt. Wer bin ich, dass ich als kleines Schriftstellerwürstchen meinen Lesern vorschreiben will, wie sie sich Lutetia vorzustellen haben?

Klingt gut, zeugt von Demut und Bescheidenheit, ist aber nicht wahr.

2. Erklärung – die banal ist, dafür aber richtig.

Wer Leipzig kennt, weiß, dass die Stadt berühmt für zwei Dinge ist: einen Schriftsteller, der einen viel gelesenen Blog betreibt und eine faszinierende, geheimnisvolle und schlagfertige/-kräftige Dame auf ungelöste Todesfälle loslässt (Lösungshinweis: es handelt sich um mich) und das Wave Gothic Treffen, welches jährlich zu Pfingsten in Leipzig statt findet.

Ursprünglich hatte ich eine genaue Vorstellung von Lutetia. Unter anderem, dass sie ziemlich groß ist. 1,80m um genau zu sein, denn sie sollte sich mit mir auf einer Augenhöhe unterhalten können.

Nun lief mir beim WGT doch tatsächlich eine junge Dame über den Weg, die direkt aus meinen Büchern gestiegen sein könnte – Lutetia in Fleisch und Blut. Und 1,56m. Dahin war mein Bild einer elegischen Schönheit; fortan schlich sich ein Kampfzwerg durch meine Phantasie. Das hat einen gewissen Charme, passt aber nicht zu meinem immer noch vorhandenen Bild von Lutetia.

Vielleicht wird sich eines Tages eine Gelegenheit ergeben, bei der Lutetia ihre Größe preisgibt. So lange bleibt zumindest dieser Aspekt ihres Aussehens ein Rätsel – auch für mich.

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Krimis mit Humor gesucht!

Das ist ein Aufruf an Autoren, die humorvolle Krimis schreiben und die an dieser Stelle rezensiert werden sollen.

Und der Aufruf an Leser, die solche Krimis kennen und ähnliches suchen.

Sinn und Zweck: Ich möchte für Leser Perlen aus dem Meer der Bücher holen. Deshalb werden hier in erster Linie sehr gute Bücher vorgestellt und keine Verrisse produziert.

Warnung: Ich rezensiere ehrlich. Wenn ein Buch Müll ist, sage ich das. Es besteht kein Rezensionsanspruch. Fallen mir handwerkliche Fehler auf (schlechte Rechtschreibung/Grammatik usw.) sehe ich es als meine Pflicht, den Leser davor zu warnen.
Aber keine Angst: kein sofortiger Verriss, ich teile meine Bedenken mit. Ist der Autor aber beratungsresistent, dann kann ich ihm auch nicht helfen – muss aber den Leser warnen. (Was das genau bedeutet, steht hier.)

Also: Habt ihr Tipps für mich? Dann her damit! Am besten über die Kommentare oder das Kontakt-Formular!

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Ein Netz voller Ideen

Inspiration lauert förmlich überall. Das Problem dabei: sie ist extrem flüchtig. Kaum hat man eine Idee – nicht nur irgendeine kleine, sondern eine weltbewegende, Nobel- + Pulitzerpreisverdächtige Idee – da kommt der Anruf vom nächsten Kunden und schon ist das nächste literarische Meisterwerk vernichtet, bevor auch nur der erste Buchstabe getippt ist.

Mein Mittel dagegen: eine einfache Textdatei (die digitale Version eines leeren Notizbuches, welches für die Rechner-freie Zeit den gleichen Zweck erfüllt). Die wird beim Hochfahren des Rechners geöffnet und wartet nur darauf, per Copy und Paste gefüllt zu werden. Bemerkenswerte Tweets, interessante Formulierungen, erstaunliche Fakten – alles landet da und wird für spätere Gelegenheiten aufbewahrt. Dann, wenn meine Inspiration mal wieder auf Sparflamme läuft, dann lese ich mir all diese “wunderbaren Gedanken” durch und schon ist alles wieder da.

Ich halte es mit der Software so einfach wie möglich: ein normaler Texteditor tut es und so einer lässt sich auf jedem Betriebssystem finden.

Sobald das zu einer Gewohnheit geworden ist (was den schwierigen Teil am Ganzen darstellt) sollte Mangel an Inspiration kein Problem mehr sein.

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Spannend wie ein schlaffer Luftballon? Was tun, wenn ein Thriller nicht zündet.

Zum Beispiel genau das, was Christian Sidjani getan hat. Nachdem sein Kurzthriller Schließfach 644 bei der ersten Gratisaktion über tausend Mal runter geladen wurde, war das Feedback eher dürftig: 2 Rezensionen, dazu noch negativ.

Christian entschied sich zum Frontalangriff. Auf seinem Blog kündigte er eine zweite Gratisaktion an – diesmal mit der Bitte um Feedback. Um genau zu sein, der genauen Identifikation der Schwachstellen in seiner Geschichte.

Ich hatte die Geschichte schon vorher gelesen – vor allem die Einordnung als Kurzthriller hat mich dazu bewogen. Thriller heißt für mich Spannung ohne Ende. Und genau da liegt meiner Meinung nach die Schwäche von Schließfach 644: Statt lebensgefährlicher Hochspannung die ich erwartete, gab es Niedrigspannung aus der Batterie. Kribbelt auch, ist aber nicht ganz das selbe.

Wie geht es besser? Die Geschichte ist ordentlich geschrieben, doch die Handlung könnte gestrafft und mit unerwarteten Wendungen angereichert werden.

Zum Beispiel beginnt Schließfach 644 mit zwei Personen – von denen eine anschließend das Schlafzimmer und die auch Geschichte verlässt. Welchen Zweck hatte diese Szene? Der Protagonist wurde dadurch veranlasst, das Bild seiner Erbtante abzunehmen, hinter dem der Schlüssel zum Schließfach versteckt ist.

Das geht auch schneller: Statt sich mit der Prostituierten über sich und sein Leben zu unterhalten, könnte man da anfangen, wo die Szene aufhört: beim Klappen der Tür.

Die Tür schlug zu und sie war weg. Geblieben war ein leicht unangenehmes Gefühl von unbefriedigendem Sex, der Geruch nach kalten Zigarettenrauch und der Nachklang ihrer spöttischen Bemerkung über das Bild der hässlichen Alten, die sie die ganze Zeit anglotzt. Stimmt, seine Tante war keine Schönheit. Seine Erbtante. Deshalb hing das Bild hier. Aber jetzt war sie tot und von ihr nichts mehr zu erwarten. Michael stand auf, noch leicht benommen und griff nach dem Bild. Etwas verhedderte sich in seinen Füßen, Patrizias Tanga registrierte er, als er nach vorn kippte. Er suchte Halt, seine Hand fegte das Bild von der Wand und er stürzte kopfvorwärts durch die offene Badtür.

Ein Absatz und er hat den Schlüssel. Anschließend macht sich Michael auf den Weg durch die Stadt um das Schloss zum Schlüssel zu finden. Das geht so unaufgeregt zu – er hätte auch zum Bäcker gehen können. Wäre genauso spannend. Schließlich sind alte Schlüssel nicht per Definition spannend. Seine Tante hätte auch ein altes Kästchen mit Liebesbriefen haben können und den Schlüssel dazu aus verständlichen Gründen versteckt.

Mir fällt an dieser Stelle das Buch Ghost von Robert Harris ein. Der neue Ghostwriter hat gerade einen Deal abgeschlossen – einen großen, ohne Frage, aber eben nur ein Geschäft – als ihm ein scheinbar harmloser Stapel Papier in die Hand gedrückt wird. Was andere postwendend in die nächste Mülltonne werfen, beschert ihm die Begegnung mit zwei Schlägern und eine ordentliche Abreibung. Unangenehm für ihn, aber der Leser weiß sofort – das ist kein normaler Deal!

Statt also Michael mit dem Schlüssel durch die Stadt wandern zu lassen – warum ihm nicht gleich, als er aus der Tür tritt, einen Ganoven auf den Hals hetzen? Damit sofort klar ist: in diesem Schließfach sind nicht nur die schwärmerischen Liebesbriefe einer damals nicht ganz so alten Frau.

Auch zum Motiv Schulden durch Spielsucht habe ich eine Meinung – das ist aber nur eine ganz persönliche Sache: Spielsucht gehört für mich zur Kategorie Selber schuld! Damit kann ich mich persönlich nicht identifizieren und bleibe zur Hauptperson auf Distanz. Vielleicht ist etwas anderes passiert – ein Unglücksfall, der ihm seine Familie und seine Existenz geraubt hat? Das würde Mitgefühl erwecken.

Soweit meine konkreten Tipps. Nun noch eine Bemerkung zum Schluss: Jeder Absatz muss so choreografiert sein, dass dem Leser am Ende gar keine andere Wahl bleibt, als weiterzulesen, um im nächsten Absatz endlich die (Er)Lösung zu finden. Aber der nächste Absatz bringt nicht die Lösung – sondern steigert die Spannung. Dann wird es ein guter Thriller.

Einige Rezensenten bemängeln die abrupten Szenenwechsel – das ist ein Punkt, der mir nicht aufgefallen ist. Was auch daran liegen kann, dass ich dieses Mittel selbst sehr häufig benutze (was mir in einigen Rezensionen ebenfalls angekreidet wird). Obwohl ich in Zukunft darauf achten werde, die Übergänge etwas zu entschärfen, denke ich, dass es einfach Leser gibt, die so etwas mögen, und andere, die damit nicht glücklich werden. Aber ein glatt gebügeltes Buch ohne Ecken und Kanten, an dem niemand was auszusetzen hat – ist das wirklich erstrebenswert?

Das war nun meine Meinung – aber es sind noch ein paar andere Rezensionen, Tipps und Hinweise von Lesern und Autorenkollegen dazugekommen, die Schließfach 644 aus anderen Blickwinkeln betrachtet haben. Auf dem Blog von Christian Sidjani könnt ihr das Fazit lesen.

 

 

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3 Methoden zum Überwinden von Schreibblockaden

Eine Schreibblockade ist das widerlichste, was einem Schriftsteller begegnen kann. Logisch, ein Schriftsteller, der nicht schreibt, ist kein Schriftsteller mehr.

Zum Glück gibt es ein paar Methoden, diese Blockade zu sprengen.

1. Das Biest freilassen

Was uns blockiert ist ziemlich oft der innere Lektor. Kein wirklicher Lektor, sondern ein Nörgler, der alles schlecht macht, was wir schreiben.
Der ist nicht hilfreich – deshalb hilft nur eins: Hausverbot!

Einfach schreiben, schreiben, schreiben und nicht bremsen lassen. Auch wenn es nicht zur Geschichte passt: besser tausend Worte geschrieben, von denen achthundert wieder gestrichen werden als gar nichts zu Papier gebracht.

2. Motivation startet, Gewohnheit hält durch

Ich verwende seit Jahren die 100-Worte-Strategie. Jeden Tag muss ich mindestens 100 Worte schreiben, sonst gehe ich nicht schlafen. Der Trick ist: nach den hundert Worten schaltet sich meist die Inspiration ein – dann ist aufhören schwerer als weitermachen!

3. Wenn nichts mehr einen Sinn macht – dann eben sinnfrei!

OK, es geht beim Buch nicht weiter. Die Handlung ist in einer Sackgasse, das weiße Blatt bleibt weiß. Nichts zu machen.

Dann hilft es, einfach was anderes schreiben. Das muss keine hohe Literatur sein. Wie wäre es, den Baum vorm Fenster so zu beschreiben, dass jemand ihn sich vorstellen kann, der ihn noch nie gesehen hat? Oder das Licht des Sonnenuntergangs aufs Papier bringen, sodass der Leser auch die Wärme auf der Haut spürt?

Oder wie wäre es, einen Blogartikel über das Überwinden von Schreibblockaden zu verfassen?

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7 Autoren – Das Gewinnspiel!

Im Stöberbuch 7 Autoren haben sich – nun ja – 7 Autoren zusammen gefunden und stellen ihre Bücher in sieben Leseproben vor. Allesamt erfolgreich, allesamt humorvoll. Nun lassen Leseproben beim Leser das Gefühl zurück, dass da noch mehr sein müsste – und da wir unsere Leser mögen, gibt es hier die Bücher zu den Leseproben zu gewinnen. Sechs Autoren stellen dazu je 5 Exemplare oder Gutscheine zur Verfügung.

Darunter sind echte Leckerbissen, die sich zum Teil dauerhaft in den Amazon Top 100 eingenistet haben:

Wie läuft das Ganze? Das ist einfach: Zu jedem teilnehmenden Buch gibt es eine Frage, die sich aus der Leseprobe beantworten lässt. Das Stöberbuch 7 Autoren gibt es für 89 Cent bei Amazon oder nach der Anmeldung zum VIP-Leser als Willkommensgeschenk kostenlos zum herunterladen in der VIP-Leser-Lounge – oder ihr stöbert durch die Amazon Blick-ins-Buch-Leseproben der einzelnen Bücher. Die Antworten unten ins Formular eintragen, abschicken, fertig!

Zur Teilnahme müssen übrigens nicht alle Fragen beantwortet werden – jeder Einsender nimmt an der Verlosung zu den Büchern teil, zu denen er die Frage richtig beantwortet hat. Einsendeschluss ist der 21. Mai 2013.

Nachdem die Gewinner ermittelt wurden, werden die eBooks bzw. Gutscheine vom Autor persönlich an die Gewinner übersandt. (Deshalb auch der Hinweis: Die Gewinner erklären sich einverstanden, dass ihre eMail-Adressen an den jeweiligen Autoren weitergeleitet werden.)

Also: Auf die Plätze! Fertig! Los! (Außer für Blogger – scrollt nach unten, da gibt’s eine Überraschung.)

UPDATE 22.05.2013: Das Gewinnspiel ist beendet.

Die Überraschung für Blogger

Blogger die über dieses Gewinnspiel berichten, sind Gewinner. Ganz ehrlich: Einfach einen Artikel über diese Aktion mit einem Link hier her verfassen und auf eurem Blog veröffentlichen, eine eMail an 7Autoren(ät)mczarnetzki.de mit der URL eures Posts schicken und ihr bekommt nach Abschluss der Aktion die Bücher aller teilnehmenden Autoren geschenkt – als herzliches Dankeschön für eure Mithilfe.

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Rezensionen: Sollten schlechte Indie-Bücher verrissen werden?

Ich habe in letzter Zeit öfter Anfragen von Buchbloggern bekommen, wie sie am Besten mit schlechten Büchern umgehen sollten. Bei den Bloggern, die ich kennengelernt habe, handelt es sich durchweg um nette Menschen, die ihren Gegenüber natürlich nicht verletzen wollen – die aber mit seinem Buch nicht glücklich werden. Ob es nun an schlechter Rechtschreibung und Grammatik oder einer unlogischen Geschichte liegt: Wie sage ich es dem Autor ohne ihn persönlich anzugreifen?

Hier folgt die eMail, die ich als Antwort auf die letzte Anfrage verschickt habe:

Rezensionen sind unter Indie-Autoren wirklich ein heißes Eisen. Eine schlechte Rezension kann die ganze Zukunft eines Buches kaputtmachen und den Traum des Autoren von Geld, Reichtum und Glück zerstören. Zudem hat der Verfasser Monate bis Jahre mit seinem Werk zugebracht – da reagiert man auf Kritik sehr empfindlich.

Die meisten übersehen dabei das wichtigste: den Leser.

Wenn ich ein richtig schlechtes Buch entdecke, dann versuche ich zuerst den Autor zu kontaktieren, und möglichst genau zu sagen, was am Buch alles nicht stimmt und was zu verbessern wäre. Die meisten sind ganz dankbar für solche Tipps und melden sich dann später wieder mit einer überarbeiteten Version. Dabei sollten aber ein paar Hinweise in die richtige Richtung ausreichen – du brauchst nicht das komplette Lektorat für ihn zu übernehmen. (Jedenfalls nicht ohne Bezahlung.) Die Hinweise zeigen auch, dass du dich wirklich mit seinem Buch auseinandergesetzt hast, da hört man schon eher auf das, was der andere sagt. Und für jeden Autoren ist es leichter Kritik anzunehmen, wenn er nicht gleich öffentlich an den Pranger gestellt wird, deshalb mache ich das per Mail.

Wenn es aber jemand ist, der auf stur schaltet und gleich persönlich ausfallend wird, sobald man ihn auf Fehler hinweist, dann sehe ich es als meine Pflicht, andere Leser vor dem Buch zu warnen. Denn dieses Buch wirft ja seinen schlechten Ruf nicht nur auf seinen Schöpfer, sondern pauschal auch auf alle anderen Indie-Autoren – und damit auch auf mich. Das kann ich überhaupt nicht tolerieren.

Ich denke mal, bei 9 von 10 Fällen stößt du auf jemanden, der gern Hilfe annimmt. Das Problem ist der zehnte. Ich habe im letzten Jahr ziemlich üble Sachen gelesen, von Beleidigungen, Drohungen mit Anwälten und allem drum und dran. Eine Buchbloggerin hat darauf ihre Seite geschlossen, weil sie keine Lust mehr hatte, Schuhabtreter zu sein.

Richtig wäre es, auch ein bis zwei Sterne Rezensionen zu verteilen, aber du musst selbst entscheiden, ob du dir den Stress antun willst, falls du einen Cyber-Elefanten triffst.

Ich selbst lasse meine Bücher jetzt alle lektorieren – weil ich es als Verpflichtung meinen Lesern gegenüber sehe, dass sie für ihr gutes Geld auch ein gutes Buch bekommen. Darauf bin ich aber erst gekommen, nachdem mich jemand mit der Nase auf die Fehler in einem meiner damals noch unlektorierten Bücher gestoßen hat…

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Veröffentlicht unter >> Meine Meinung, ePublishing

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